Das Exilmuseum Berlin: ein Ort unvergesslicher Geschichten, ein Ort des Nachdenkens, ein Ort der Empathie. Ein Ort, der den Inhalt des Wortes Exil begreifbar macht und so ein Zeichen gegen Totalitarismus und Inhumanität setzt.

Am Anhalter Bahnhof entsteht das Exilmuseum

Vom zentralen Anhalter Bahnhof in Berlin reisten zwischen 1933 und 1945 unzählige von den Nationalsozialisten Verfolgte ab, um Zuflucht im – hoffentlich rettenden - Exil zu suchen. Immer war es ein Aufbruch ins Ungewisse, der manchmal ein Leben lang von Fremdheit, Angst und Heimweh begleitet wurde. Symbolisch steht die Portalruine für Motive wie Aufbruch, Transit und den Einschnitt in Lebenswege.

„… den Inhalt des Wortes Exil begreifbar machen.“

So beschrieb Schirmherrin Herta Müller die Aufgabe des Exilmuseums. Im Mittelpunkt des Museums steht bzw. stehen die Geschichte(n) von 500.000 Emigrant*innen aus dem Machtbereich der Nationalsozialisten – nicht als statistische Zahl, sondern als unerhörte Vielfalt und Verschiedenheit unverwechselbarer menschlicher Schicksale. Von hier richtet sich der Blick in die Gegenwart: Das Museum erzählt von der universellen Erfahrung des Exils – damals wie heute.

Christoph Stölzl und Cornelia Vossen über die Ursprünge des Exilmuseums

Geschichte erzählen durch Geschichten

Das Museum will die Lebensgeschichten der Exilierten mithilfe von szenografisch gestalteten Themenräumen und einer Vielzahl von medialen Zugängen vermitteln.

Ausblick

Das Exilmuseum wird Schaufenster und Plattform für Institutionen sein, die auf dem Gebiet der Exilgeschichte forschen, sammeln oder ausstellen. Die Stiftung Exilmuseum hat bereits begonnen, ein breites Netzwerk aus weltweiten Partnerschaften und Kooperationen aufzubauen. Die Eröffnung des Museums ist für 2026 geplant.