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22. Juni 2026

Embassies of Exile: Die Familie Cassirer

Eine Rückkehr nach fast 100 Jahren, an einen Ort, den die eigene Familie auf der Flucht ins Exil verlassen musste:

Vor wenigen Tagen waren die Nachkommen der berühmten deutsch-jüdischen Familie Cassirer eingeladen, jenes Haus zu besuchen, das 1929 für Suzanne Aimeé Cassirer und ihren Mann Hans Paret gebaut wurde. Sie war die Tochter des Kunsthändlers Paul Cassirer, über den gerade eine große Ausstellung in der Alten Nationalgalerie eröffnet wurde.

Viele Persönlichkeiten der Familie Cassirer prägten das kulturelle Leben Berlins in den 1920er Jahren, bevor sie durch die nationalsozialistische Verfolgung zur Flucht gezwungen waren. Viele von ihnen fanden Zuflucht in den USA.

Gemeinsam mit der US-Amerikanischen Botschaft organisierte das Exilmuseum diesen bewegenden Besuch auf den Spuren der Vorfahren. Wir danken der Familie für ihr Vertrauen sowie dem Gesandten der US-Botschaft Alan Meltzer.

Das Ereignis war Teil der Programmreihe Embassies of Exile, bei dem das Exilmuseum mit Botschaften und Kulturorganisationen weltweit zusammenarbeitet, um an Exilgeschichten zu erinnern und Verbindungen über Grenzen hinweg wieder zu beleben.